Oliver Kahl

[REGISSEUR & AUTOR ]

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INTERVIEW

 

Vielen Dank an Kristina Venus für das Interview auf ihrem Kanal. Wir sprechen über 

– Meinen Weg zum Film

– Warum jeder Schreiben kann

– Die Elemente, die jede gute Geschichte braucht

– Die Arbeit an Hell, Schatzritter und All I Never Wanted

– E-Castings

– Tips um authentisch vor der Kamera zu sein

– Den Trick mit der Sexual Chemistry

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Filme können das Leben verändern.Weil sie aus einem Stoff sind, den wir zum Leben brauchen. Aus Geschichten. Sie sind Futter fürs Gehirn und Nahrung für die Seele. Was wir davon zu uns nehmen, kann verändern, wer wir sind.

Gute Filme und Geschichten haben mich als Kind schon angezogen wie ein warmes Lagerfeuer in dunkler Nacht. Es hat etwas Mystisches und Kraftvolles. Ich konnte nicht anders – ich musste mich dazu setzen und lauschen.

„Nichts ist kraftvoller

als eine gute Geschichte.“ 

Das Feuer ist seit Urzeiten der Ort, wo wir etwas über das Leben erfahren. Über Wunder und Schrecken. Den Tratsch nebenan oder die fernen Welten. Wir hören davon – wer wir waren, wer wir sind und wer wir sein könnten. Nicht zuletzt auch über die großen Fragen: nach dem Sinn und Unsinn unseres Daseins.

 

Diese Magie von Filmen, die mich eintauchen und alles vergessen ließ, ich wollte sie verstehen und studierte zunächst Filmwissenschaft in Mainz. Doch ich wollte noch näher ans Feuer. Im Regie-Studium an der HFF München lernte ich dann endlich mehr über die Kunst: wie man die Glut schürt und einen Brand entfacht. 

„Ich mache Filme, die ich

selber gerne sehen möchte 

Ich stellte aber auch fest, dass es bei Filmen so etwas wie fades Essen geben kann. Oder Junk Food. Man ist vollgestopft, aber einfach nicht satt. Damals beschloss ich, dass ich nur Filme machen werde, die ich auch selber gerne sehen würde. Und da ich nicht immer das gleiche sehen möchte, wurden auch meine Filme sehr unterschiedlich. 

 

Heute bin ich im Drama genauso zu Hause wie in der Komödie und dem Thriller. Dokumentarisches gestalte ich gerne so, dass es spannend ist und trotzdem wahrhaftig bleibt. Nicht zuletzt fasziniert mich aber auch das Mysteriöse und Fantastische.

 

Als Autor sammle ich die Funken, die eine Geschichte entzünden. Als Regisseur tue ich alles dafür, dass die Nacht dunkel wird und das Feuer sein Licht und die Wärme gut entfaltet.

„Make the Best of it.

Bis heute begleitet mich dabei ein Motto meiner Ur-Oma Ada Scott aus England. Sie hatte sich in meinen Ur-Opa verliebt und war ihm nach Deutschland gefolgt. In zwei Weltkriegen war sie als Britin damit der Feind. Eine schwierige Lage, die sie nicht ändern konnte und wollte, denn sie liebte meinen Ur-Opa. Also entschied sie sich in kritischen Momenten, einfach das Beste aus der Situation zu machen. Ihr "Make the best of it." ist zu einem Mantra in unserer Familie geworden.

Ich merke das nicht nur, wenn ich versuche aus einer Idee das Spannendste, Witzigste, Aufrichtigste oder Ungewöhnlichste heraus zu holen. Die Erzählungen über meine Ur-Oma haben auch Einfluss darauf, wo ich meine Geschichten suche: An den Grenzen, wo Gegensätze aufeinander prallen. 

 

Wenn diese überwunden werden und Charaktere sich wandeln, ist das immer eine Inspiration, über sich hinaus zu wachsen und das eigene Leben zu verändern.

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